153. Auktion am 24. Oktober 2026
Für die 153. Auktion stehen etliche interessante Sammlungsauflösungen an.
Mit über 1500 Positionen ist der Tisch für Orden- und Militaria-Sammler wieder reich
gedeckt. Absolutes Highlight der Auktion ist der Nachlaß von Tapferkeitsorden des Prinzen Karl von Bayern
(1795–1875), Sohn König Max I. Joseph und jüngerer Bruder König Ludwig I. von Bayern (1786–1868). Prinz
Karl wurde bereits im zarten Alter von 4 Jahren zum Inhaber des (später so benannten) „3. Infanterie-Regiments
Prinz Karl“ ernannt, im Jahre 1813 war er als 18jähriger bereits General der Kgl. Bayerischen Armee und
kämpfte in den Freiheitskriegen bei Brienne 1./2. Februar 1814 mit höchster Auszeichnung, belohnt mit dem
Ritterkreuz des bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, des österreichischen Militär-Maria-Theresien-Ordens und dem
russischen St. Georgs-Orden 3. Klasse. Alle diese Orden nebst 3 weiteren Auszeichnungen wurden zusammen mit einer
Plakette und einem Ganzfigur-Portrait des Prinzen in einem Prunkrahmen montiert der wie durch ein Wunder bis
in die heutige Zeit gelangt ist. Angeboten wird dieses einmalige geschichtliche Ensemble in der Kube-Auktion für
35.000 Euro.
Ein gewohnt breites Angebot von über 300 Blankwaffen wie Degen, Säbel, Pallasche, Hirschfänger und
Bajonette bringt als Besonderheit ein Rapier (Stoßdegen) der Münchner Bürgergarde um 1600, gefertigt von dem
berühmten Münchner Schwertfeger Wolfgang Stantler (1554-1622), Limitpreis 7500.- €. Weiterhin
angeboten der 3. und letzte Teil der bayerisch orientierten Sammlung Anton Nauer (1879–1967) mit zahlreichen
Helmen, Mützen, Uniformen und Ausrüstungsstücken. Als besonders selten zu bewerten ist ein Generalshelm des
Großherzogtums Hessen-Darmstadt aus der Zeit um 1910, Limit 6000.- Euro, in der hessischen Armee gab es vor
dem Ersten Weltkrieg nur rd. 2 Dutzend Generale, dazu ein Offiziershelm des hessischen
Leib-Garde-Infanterie-Regiments (4500.- Euro) und des hessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 25 (2500.- Euro),
beide geziert mit dem bunt emaillierten Stern des Hausordens.
Wieder umfangreich das Angebot an preußischen Helmen mit einem Generalshelm um 1900 (Limit 3000.-
Euro, einem prächtigen Offiziershelm des Regiments der Gardes du Corps mit Paradeadler um 1914 (Limit
16.500.- Euro), einer Offizierstschapka des 1. Garde-Ulanen-Regiments (Limit 3800.- Euro), Offiziershelmen des
1. und 2. Garde-Dragoner-Regiments (je 2500.- Euro) und zahlreichen Helmen von Infanterie, Kavallerie,
Artillerie und weiteren. Besonders spannend die Auflösung einer Spezialsammlung preußischer
Kavallerie 1867 bis 1918, dabei ein Offiziershelm der Gardes du Corps Modell 1867 mit Paradeadler, zahlreiche
Uniformen und Schirmmützen (Kürassiere, Dragoner, Husaren und Ulanen, auch feldgrau), dabei eine Offiziers-Pelzmütze
der Leib-Husaren (4000.-) und eine weitere in feldgrauer Ausführung ab 1915 (3800.-) sowie ein
„Tarnhelm“ eines Dragoner-Offiziers aus Kork und Stoff (2500.- Euro). Das sächsische
Husaren-Regiment Nr. 20 wurde erst 1910 errichtet und bekam eine Uniformierung feldgrau und bunt gemischt, bei Kube
angeboten eine hochseltene Offiziers-Pelzmütze des Husaren-Regiments 20 mit prächtigem Reiherfeder-Paradebusch
(7500.- Euro). Über 100 weitere Helme sind in der 153. Kube-Auktion zu finden, vom preußischen Modell 1842
(2500.-), einem hannoverschen Artillerie-Offiziershelm Modell 1862 (4000.-), einem sächsischen Reiter-Offiziershelm
Modell 1867 (2800.-) bis zum Stahlhelm Modell 1916 (200.-). Prächtig und glitzernd eine reichhaltige
Sammlung von deutschen Beamten-Uniformen 1870 bis 1918 mit Gold-und Silberstickereien, zu erwähnen ein schwer
silbergestickter Gala-Frack eines Kgl. Württembergischen Kammerherren um 1910 (950.-) und ein buntes
„Farbkasterl“ bayerischer Beamtenfräcke.Auch angeboten Kürasse, Schabracken, seltene Stiefel für
Kürassiere, Husaren und Jäger zu Pferde sowie Ausrüstungsstücke der Kaiserlich Dt. Marine und Schutztruppen. Die
Abteilung „Orden und Ehrenzeichen“ bringt eine top seltene Kleindekoration des bayerischen Hausordens v.
Hlg. Hubertus in Gold mit Diamanten (7500.- Euro), einen Militär-Verdienstorden 2. Klasse (2500.-) und ein Großkreuz
des Verdienstordens vom Hlg. Michael (4000.-) neben vielen weiteren bayerischen Auszeichnungen.Attraktiv ein
lebensgroßer Kopf des „Alten Fritz“ aus Meißner Porzellan (880.-), viele Offiziersportraits des
18. Jhdts. und über 60 Reservistenkrüge teils seltener Truppenteile. Vorderladerwaffen in
Steinschloß und Perkussion sind ebenfalls in der 153. Auktion zu finden, hier als Besonderheit ein
Zündnadel-Versuchs-Karabiner von Hessen-Kassel um 1860 (4900.-). Auch angeboten eine Sammlung von seltenen
Wahl- und Werbeplakaten der 1920er Jahre, dabei auch ein Steckbrief „25 Millionen Belohnung“ für
die Ergreifung des Gründers des Freikorps „Marine-Brigade Ehrhardt“ Hermann Ehrhardt von 1923
(Limit 50.- Euro).
Der reich in Farbe illustrierte Print-Katalog erscheint am 1. Oktober und kann gegen Vorkasse 25.- Euro bezogen
werden.
Alle Termine für etwaige SONDERAUKTIONEN werden rechtzeitig hier bekannt gegeben!
Ihre Einladung zum Katalog-Abonnement für 2026 (Ausland: 65,–
Euro)
Jan K. Kube
Kunsthandel - Auktionen
Altes Schloss
D-91484 Sugenheim
Telefon: 09165 1386 oder 650
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